Zwei "Kläranlagen" Filter

Moderator: Kauki

Beitragvon steirabua » Di 23. Okt 2012, 19:47

Hi :horse: !

Um sich nicht jedesmal 100 % der Biologie der Filterung zu zerstören :shock: schlage ich vor im Aquarium 2 Filter zu verbauen (oder 2 Filterpumpen) Man kann das durchaus nur in einer Ecke betreiben! Diese wird einfach mittels eines Glas T Stückes symmetrisch (45 Grad :hae: ) geteilt. Die beiden Kammern sind aber durch ein kleines Loch verbunden, um ggf. Ausgleich direkt herzustellen :danke: :arrow: .

Matten werden grundsätzlich nur zeitlich versetzt gereinigt oder getauscht. :welcome: :grummel:

Beim Aquarium, dass noch mit Außenfilter geklärt wird hänge ich rechtzeitig eine Innenpumpe dazu die ihre Aktivität aufbauen kann.

Um nicht C02 aus dem Kreislauf auszutreiben :bluete: werden die Mattenfilter mit zwei Strömungspumpen betrieben.

Das Wasser wird dabei zum Großteil über im Bodengrund verlegte Verrohrung an die ggü liegende Seite gebracht wo es nach oben geführt ausströhmt. Ein geringerer Teil strömt hinter der Deko in Bodennähe aus und bringt Mull in leicht zugänglichere Bereiche. (eigene Pumpe die nachts ausgeschaltet werden kann um ruhigeres Wasser zu schaffen :bett: )

Der Strömungsbereich selbst wir durch eine kleine Strömungsstrecke :fischgelb: :terrier: :schnecke: die auch einen eigenen Einströmer besitzt hergestellt. Wird auch des Nachts ausgeschaltet - eine halboffene Ringleitung im Mittelbereich des AQ wobei der offenen Strömumgsbereich den Kreis schließt und das Wasser über eine kurze Leitung im Bodengrund zum Ausströmer zurückgeleitet wird.

An verschiedenen Stelle (vor dem Mattenfilter, hinter Deko; zwischen Beckenwand, an der Strömungsstelle sind Luftausströmer fix im Bodengrund verlegt die nur zeitweise in Betireb gehen um nichtdauerhaft CO2 für die Pflanzen :bluete: aus zu treiben.

Sie sorgen sozusagen für "schlechtes" Wetter, Wind und Sturm - und ermöglichen es zeitweise das Wasser mit o2 anzureichern. Die Fische quittieren das mit freudiger Lebhaftigkeit.

Es ist ja die "Nekermannvorstellung," dass das Wetter im Süden immer gleich :engel: ist und das der Tropentag 12 Stunden gleichmäßigen Sonnenschein bring.

Pflanzen die keinen Wechsel gewöhnt sind können sich so nicht mehr umstellen wenn einmal im realen Urlaub der AQ Betreibers eine Leuchte :maske: ausfällt...

Und Nekermannfische" hängen genauso träge im Wasser wie Nekermantouries im 12 Stunden Sonnentropentag :schlange: ...

In Südamerika gibt es übrigens unterschiedliche Tageslängen und manchmal verfinstert sich der Himmel... :rochen:

:abgelehnt:
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Beitragvon welshp » Di 23. Okt 2012, 22:11

Ja, willkommen hier erstmal!
Was soll ich nun mit diesem Vorschlag anfangen.
Spontan fällt mir dazu ein "warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?".

Bei mir läuft in fast allen Becken ein Mattenfilter mit der Matte an einer der Stirnseiten und wenn dann mal der Pegelstand hinter einer Matte langsam absinkt wird nach einem Weilchen eine neue Matte direkt davor gestellt und der Pegelstand hinter (den jetzt zwei Matten) steigt wieder. Nach vier Wochen (Einlaufzeit der neuen Matte) wird die alte Matte entsorgt.

Ende der Durchsage. :rochen:
Gruß, Klaus
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Beitragvon marion » Mi 24. Okt 2012, 07:00

hab überall ne matte drinnen
teilweise dahinter nen aussenfilter oder eben ne pumpe
das reicht allemal-ich mags einfach+komfortabel
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Beitragvon steirabua » Mi 24. Okt 2012, 09:39

Ja "was soll man mit dem Vorschlag anfangen..." :geek:

Autobahnen werden auch mit zwei und mehr Fahrspuren gebaut "komplizierterweise", auch wenn das denn traditionellen Eisenbahnern bis heute aufstößt...

Deswegen warten auch alle Reisenden - wenn irgendeinem Zug irgendwo, irgendwohin auf der Strecke was zustößt weil man nicht nur mangels Weichen (Bypass) auf die Gegenspur des Gegenverkehrs ausweichen kann und Alternativen außer dem Schienenersatzverkehr nicht zur Verfügung stehen (nicht vorhanden sind weil der liebe Gott der Eisenbahner nicht daran gedacht hatte...)

Mir ist schon klar dass der HMF auch eine Ideologie sein kann - nicht nur eine M ö g l i c h k e i t
unter vielen! Aber heutzutage spricht nichts mehr alles dagegen auch zu mehr als einer Idee willens (und fähig) zu sein.

Biologie ist übrigens im Regelfall ein recht kompliziertes Wirkungsgefüge (mit einer Fülle von Ausweichstrategien (oder einfach nur Varianten und Möglichkeiten die vorhanden sind ...)

Langfristig stabil sind differenzierte (komplizierte) Ökosysteme.

Das faulende Sumpfloch (ja auch das ist ein Ökosystem!) scheint nur auf den ersten Blick ein stabiles Ökosystem zu sein - bei einem Überangebot an frischem Wasser verändert es sofort gänzlich seinen Charakter :mrgreen:

Abgefederte Ökosysteme verändern jahreszeitlich und langfristig ihren Charakter nicht so stark, sie sind entweder innerhalb einer weiten Amplitude als stabil anzusehen oder sie stehen in einer Entwicklung und erreichen irgendwann ihr Klimaxstadium.

Ein Wasserökosystem Fluss kann zum Beispiel in einer langfristigen Entwicklung stehen, sich stabil entwickeln. Es vereinfacht sich mit der Zeit, es wird artenärmer, wenige Bestangepasste dominieren, Außenseiter verschwinden mit ihren Nischen (die Ökologische Nische ist begrifflich in etwa der" Beruf" einer Spezies)

Erst nach einer J"ahrhundertkatastrophe" Hochwasser holt sich der Fluss dann seine Dynamik zurück.

Im Heimbiotop hängt vieles davon ab was man möchte: Will man die Klimaxgesellschaft der "Bestangepassten" oder toleriert man ein etwas dynamischeres System. Jahrhundertereignisse sind da weniger Jahrhunderthochwasser sondern die ungewollte Stromabschaltung während des Urlaubes wo dann das Biologische Klärsystem (das zeitlich zufällig seinerseits kurz vor seinen Klimaxstadium stand) einfach und binnen Kurzem kollabiert und keine Alternative im System vorliegt - der weniger verlandete Altarm der Au ist nicht vorhanden sinnbildlich gesprochen...)

Was soll man mit so viel "Ökosystem" nun anfangen? Erst einmal darüber nachdenken (und schweigen) :empoer:

:herz:

:punk:



:hae:

PS.: politische Ökosysteme sind übrigens viel simpler gestrickt als die Anschauungsobjekte der Biologen (vgl. Geschichte der Ökologie von Ludwig Trepl) :hut:
steirabua
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Beitragvon welshp » Mi 24. Okt 2012, 10:17

steirabua hat geschrieben:Biologie ist übrigens im Regelfall ein recht kompliziertes Wirkungsgefüge (mit einer Fülle von Ausweichstrategien (oder einfach nur Varianten und Möglichkeiten die vorhanden sind ...)

Und das erzählst du hier nun einem Biologielehrer. :mrgreen:
Im Heimbiotop hängt vieles davon ab was man möchte: Will man die Klimaxgesellschaft der "Bestangepassten" oder toleriert man ein etwas dynamischeres System.

Das hat ja mit deinem oben vorgeschlagenen Doppelmattenfilter gar nichts zu tun.
Worauf willst du denn nun eigentlich hinaus?
Gruß, Klaus
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