Welse Nachzucht Futter Besonderes Probleme Reste
Da ich immer wieder lesen muß, wie schwer sich mancher mit der Aufzucht dieser Welse tut, möchte ich einmal beschreiben, wie es bei mir bisher völlig problemlos gelang.

Ich hatte mir hierfür einen speziellen Aufzuchtbehälter erdacht, der aber im Prinzip einem Einhängebecken ähnelt. Eine gewöhnliche 5ltr. Gefrierdose wurde auf einer Seite mit einem Loch versehen, wodurch ein Stück Schlauch eingeführt wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde ein Überlauf ausgeschnitten, etwa 1 cm tief (von der Oberkante gesehen) und 5 cm breit. Diesen macht man mit einem Stück Filterschaumstoff (feinem) Larvensicher. So können auch kleinste Larven nicht entweichen. Dieser Behälter stand nun auf dem Mittelsteg des Elternaquariums. Den Vorderteil der Abdeckung ließ ich in dieser Zeit eben offen. Für ständigen Wasseraustausch sorgte eine kleine Powerhead, die über den Schlauch ständig temperiertes Frischwasser aus dem Elternbecken in den kleinen Behälter pumpte.
Die Leistung mußte ich allerdings mittels eines Absperrhahnes noch drosseln, die Strömung war noch zu stark.
Die in diesen Behälter überführten Larven fütterte ich nur mit pulverrisierten Futtertabletten, insbesondere solchen mit hohem Spirulinaanteil. Artemia wurden garnicht verfüttert. Oft habe ich gehört, das die Larven nach etwa zwei Wochen eine kritische Phase durchlaufen, in der es oft zu großen Verlusten kommt, nachdem plötzlich taumelnde Jungfische auftreten, die dann auch immer sterben. Dies passierte mir genau ein einziges mal, und ich war es selber schuld!
Ich wollte zuviel auf einmal. In dieser Art Aufzuchtbehälter kann man max. etwa 50 Larven für ca. 3-4 Wochen aufziehen, danach sollte man sie umsetzen. Meine Welse hatten jedoch zweimal gelaicht, ich wollte möglichst viele Jungfische aufziehen. Daher war der kleine Behälter überbesetzt und das rächte sich. Hätte ich es bei der üblichen Zahl Jungfische belassen, wäre sicher nichts passiert.

Kernpunkte der gelungenen Aufzucht mittels dieser Methode ist zum einen die gleichbleibend gute Wasserqualität durch einen sehr hohen Austausch, das geeignete Aufzuchtfutter sowie die Tatsache, das die Jungfische wirklich immer im Futter standen.

Jeweils abends nach der Arbeit wurde einmal der Boden des Behälters abgesaugt. Auch wer über kein Einhängeaquarium verfügt, hat sich diesen einfachen Behelf sehr schnell (und billig!!) selbst hergestellt!

Viel Erfolg wünscht Kai Schlutow

[Noch eine erfolgreiche Aufzucht]

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