Nischen der Evolution
© by K.Dreymann

Vergleichende Studie anhand fossiler Funde
aus dem Donau-Gebiet und dem Havelland zu
Homo sapiens berlinensis und Homo sapiens bayrensis

Gegenwärtig geht die herrschende Lehre über die stammesgeschichtliche Entwicklung der Primaten von der Annahme aus, dass sich der Jetztmensch aus Insektenfressern der Kreidezeit über den Praesapiens in drei parallele Ahnenreihen aufgespalten hat, deren rezente Vertreter Homo sapiens sapiens, Home sapiens berlinensis und Homo sapiens bayrensis sind.

Die in neueren Veröffentlichungen beschriebenen Passauer Funde widerlegten einwandfrei die bisher vorherrschende Sicht von einer klaren Entwicklungslinie von Praesapiens zum rezenten Homo sapiens sapiens, dem Jetztmenschen also, und lösten damit eine ähnlich kontroverse Diskussion aus, wie seinerzeit die Entdeckung des Schnabeltiers.

Die paläontologische Überlieferung, also das Vorhandensein von Fossilien (Knochenfunden etc.), zur Untermauerung der These von der Primatenentwicklung bis hin zum rezenten Homo sapiens sapiens ist ja in vielen wichtigen Abschnitten leider noch sehr lückenhaft, sodass es sich in letzter Zeit als sehr hilfreich herausgestellt hat, dass sich z.B. Durchreisende, Sommerfrischler, Touristen oder auch viele Schulklassen mit archäologisch geschultem Auge während ihrer Klassenfahrten in isolierten Territorien der Biosphäre unseres Planeten aufgehalten haben (Berlin, Rosenheim, Deggendorf, Passau etc.), und dadurch zu Entdeckungen bestimmter, bisher nicht bekannter Lebensformen in begrenzten ökologischen Nischen, beitragen konnten.

Zwei neuere Forschungsexpeditionen in die entdeckten Territorien stützen ihre Thesen allerdings, wegen fehlender Knochenfunde, primär auf Ergebnisse einer mehr oder weniger fundierten Kneipen- oder Stammtischforschung, die sich jedoch inzwischen wegen der dadurch sich automatisch entwickelnden Fraternisierungen, verbunden mit zahlreichen Bastardierungen in den frühen Morgenstunden, als wissenschaftlich nicht haltbar herausgestellt hat.
Im Übrigen haben die kultischen Überreichungen von Aphrodisiaka in vermutlich dem Deliriumglauben zuzuordnenden sogenannten Maßkrügen an die "weißen Götter" zu statistisch nicht mehr auswertbarem Gelalle bei Forschern und Eingeborenen geführt.
Die Thesen, es handele sich bei den entdeckten Spezies lediglich um Unterpopulationen des Homo sapiens sapiens, sind inzwischen auch durch neuere Ausgrabungen im Donaugebiet und durch Ablagerungen im Märkischen Sand widerlegt worden:

- Unterpopulationen unterscheiden sich von der Stammform dadurch, dass sie jeweils an die besonderen Bedingungen in den Teilbereichen ihres gesamten Lebensgebietes ideal angepasst sind, wodurch ganz besondere Rassen entstehen.
Die Erfordernisse dieses Gesetzes werden jedoch auch durch die Entwicklung von Nahrungsspezialisten (Currywurstfresser, Weißwurstfresser) und durch Anpassung an ökologische Nischen (SO 36, Hofbräuhaus, Nibelungenhalle, Big Apple) nicht erfüllt.

- Eine Population ist eine Gruppe von Individuen derselben Art, die zu gleicher Zeit im selben Raum vorkommen und sich potentiell miteinander fortpflanzen können. Eine Generationsdauer, also der Zeitraum bis zur Fortpflanzung, dauert hierbei ca. 25 Jahre, bei der Buche etwa 40 - 60 Jahre!
Auch dieser Faktor ist aber trotz der vorhandenen Lonely Hearts- Cafe Keese- Parship- und Autostrichmechanismen nicht signifikant.
Daraus resultiert zwangsläufig, daß auch die Anwendung des Seehofer-Wowereit- Gesetzes bei Analysen der Populationen von Homo sapiens berlinensis und bayrensis von falschen Prämissen ausgegangen ist:

- Das Seehofer-Wowereit- Gesetzes (d.h. eine gleiche Paarungswahrscheinlichkeit aller dort lebenden Individuen), ist inzwischen längst durch die Mauerblümchenforschung widerlegt worden.
Man kann demzufolge heute davon ausgehen, dass drei Arten des Homo sapiens auf der Erde vorkommen: Mensch, Berliner und Bayer.

Angesichts der auffallenden Mannigfaltigkeit dieser Erscheinungsform drängt sich dem Betrachter natürlich sofort die Frage auf, wie eine derartige Vielgestaltigkeit zustande gekommen ist und wie sich die einzelnen Spezies im Laufe der stammesgeschichtlichen Entwicklung aus Wildformen herausgebildet haben.
Heute weiß man, dass sich die Entwicklung ähnlich wie bei der Schmeissfliege vollzogen hat.

Die Entstehung der drei rezenten Arten Mensch, Berliner und Bayer ist wahrscheinlich auf die Vereisungen in Europa während des Pleistozän zurückzuführen. Die klimatischen Veränderungen zu Beginn der Eiszeit mit den dadurch entstehenden großen Eisbarrieren (die beiden größten Gletscher Langnese und Schöller existieren ja noch heute!), führten zu stärkerer genetischer Isolation einzelner Populationen. Am stärksten eingeengt wurde dabei die niederbayrische Mitteleuropapopulation, die sich dadurch zum extremen Typus entwickeln konnte.
Inzwischen leben berlinensis und bayrensis ohne Bastardierung unvermischt nebeneinander, da sich nach dem Abschmelzen des Eises beide Teilpopulationen wieder nach Mitteleuropa hin ausbreiten konnten.
Diese stammesgeschichtlichen Dauertypen, wie man sie inzwischen in allen Teilen der BRD vorfinden kann, bezeichnet man als "lebende Fossilien".

Bei dem weitaus jüngeren berlinensis, ist über den Knochenbau oder gar Schädel- und Gebißformen wenig bekannt, jedoch hat man inzwischen anhand der gefundenen Begleitfossilien (den Dokumenten seiner Kultur), wie beispielsweise Alufelgen und Kronenkorken erkannt, dass es sich hierbei um eine motorisierte und den Anbau von Hopfen oder Gerste pflegende, also Ackerbau treibende Nomadenspezies handelt. Mythische Symbole an Kreuzungen von Trampelpfaden, mit deutlichen Totempfahlmerkmalen, und kreuzähnliche Drahtgestelle auf den Dächern seiner Behausungen zeigen, dass er offenbar über metaphysische Vorstellungen verfügt.

Angesichts der doch sehr späten Entdeckung dieser beiden Spezies soll hier kurz skizziert werden, wie es zu der Entstehung von berlinensis und bayrensis und der damit verbundenen Sonderentwicklung kommen konnte.
Dazu muss man sich die Bedingungen, die zur Entstehung neuer Arten führen, noch einmal vergegenwärtigen.
Vereinfacht dargestellt handelt es sich hierbei um die Faktoren Mutation, Isolation und Selektion.
Beim ersten Faktor können wir uns nur auf Vermutungen stützen, da Mutationen rein zufällig auftreten und zu Verankerungen im genetischen Material des Mutanten führen. Mutagen sind außerdem radioaktive Strahlung (Wackersdorf, Gorleben) oder Chemikalien (Shit, Trips, Mescalin, Captagon etc.).
Viele der Ursachen, die zu Veränderungen der Gene geführt haben, sind im Nachhinein jedoch nicht mehr rekonstruierbar.
Isolation hingegen, also die Trennung einer Gruppe von Individuen aus einer Gesamtpopulation, findet vielfach statt durch Abtrennung von Kontinenten, Vulkanismus, Berg- und Talbildung, Rauchverbot in Gaststätten, Trennung ursprünglicher Landstriche, Mauerbau, Inselbildung, Alliierte Blockade oder durch Versetzung an eine andere Dienststelle etc.
Dadurch kann die genetische Eigenentwicklung von der Außenwelt unabhängige Richtungen einschlagen, ähnlich der spezialisierten Entwicklung der Beuteltiere nach Abtrennung des Kontinents Australien. Als nicht zufällig ist daher auch das massive Auftreten von Campingbeuteln in den sechziger Jahren in den beiden mitteleuropäischen Biotopen zu verstehen.

Kommen wir nun zu eingehenderen Untersuchungen des dritten Faktors, der Selektion. Unter Zuhilfenahme der Selektionstheorie lassen sich viele, sonst vielleicht als aberwitzig eingestufte, unterschiedliche Erscheinungsformen der Art Homo sapiens ganz zwanglos erklären, wo andere Ansätze eines Erklärungsversuchs möglicherweise versagen.

Nach Darwin werden von den verschiedenen Varianten einer Art diejenigen überleben, die den jeweiligen Lebensbedingungen am besten angepasst sind.
Was nun die bayerische Population betrifft, ist es zutreffend, daß eben Krachlederne, Lodenmantel und Gamsbart und das Lesen der Süddeutschen Zeitung in freier Wildbahn eindrucksvolle Beispiele für biotopgemäße Tarntrachten sind, etwa vergleichbar mit den Tarntrachten von Sargassofisch (Histrio histrio) und Wandelndem Blatt (Phyllium spec.).
Die Umwelt, also das Hofbräuhaus z.B., stellt hierbei eine auslesende (selektierende) Kraft dar, die solche Individuen begünstigt, die am besten an die auf sie dort einwirkenden Einflüsse angepaßt sind.
Andererseits wird aber auch die Überlebenschance dort zufällig Berliner Weiße bestellender, somit exterritorialer Individuen, wiederum durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wie z.B. hohe Nachkommenzahl, Tarn- und Warnfarben, Mimikry und die Höhe der erforderlichen Fluchtgeschwindigkeit bei Annäherung einheimischer Spezies.
Dieser dort herrschende Selektionsdruck nun (die Intensität der natürlichen Auslese in einer Population), führt allmählich zu Formen von Organismen, die vollkommen andersartig als die normalen Stammpopulationen sind was das Aussehen und damit verbunden das Verhalten betrifft: Es kommt zu dem Prozess, den wir Evolution nennen.
Der Selektionsdruck hat sich, um das mal an zwei Beispielen klarzumachen, so ausgewirkt, dass sich bei den im Wasser lebenden Wirbeltierklassen im Laufe der Evolution z.B. die strömungsgünstigste Körperform herausgebildet hat und bei den in Kneipen lebenden Primatenformen des Homo sapiens eben die konsumgünstigeren Bierbäuche und die Neigung des Oberkörpers über den Tresen in einem Winkel von exakt 76,4 Grad.
Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Vergleich von berlinensis und bayrensis:
Bei räumlicher Trennung beider Populationen ist eine Konvergenz zu bemerken, also eine gleichgerichtete Ausbildung von Merkmalen unter identischen Umweltbedingungen bei nicht näher verwandten Organismen, wie beispielsweise die in beiden Verbreitungsgebieten auftretenden Bierbäuche als Anpassung an feuchte Kneipenklimate, oder Teer-Lungen aufgrund von klimaanlagengesteuerter Käfighaltung in Bürogebäuden.
Als konvergent gelten außerdem das Hinterbeinheben beim männlichen Hund und der Tangoschritt beim Homo sapiens, die Augenflecken bei Faltern und die Heckleuchten beim Opel GT, sowie die Wespenstiche und die Akupunktur.

Bei vielen dieser Beispiele haben wir es jedoch mit den sogenannten Verhaltensanalogien zu tun, also mit Anpassungsähnlichkeiten des Verhaltens bei Tier und Mensch.
Ein Tier-Mensch-Vergleich zur Deutung und zum Verstehen der menschlichen Verhaltensweisen legitimiert sich aus der Erkenntnis, dass die Menschwerdung ihren Ursprung in der Tierwelt hat. Die folgerichtige Konsequenz aus dem Wissen über die stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschen ist deshalb die unvoreingenommene Betrachtung und Analyse menschlicher und tierischer Gemeinsamkeiten. Wir wollen uns hierbei vor allem auf die Primaten beschränken, da Verhaltensanalogien zwischen Mensch und Pantoffeltierchen doch nur unter sehr erschwerten Bedingungen zu leisten sind und sehr von der jeweiligen Stimmung des Pantoffeltierchens abhängen.

Obwohl zwar auch grundlegende Erkenntnisse über das Wesen des Menschen durch Untersuchungen der Winkerkrabbe gewonnen werden konnten, wurde inzwischen doch experimentell ermittelt, dass das Winken (ursprünglich als Analogie zum Fingerhakeln missverstanden) zwar eine Balzfunktion hat, bei der Arterkennung jedoch keine entscheidende Rolle spielt und nicht unbedingt zur Verfolgung durch das Weibchen führt. Beim adulten bayrensis beispielsweise führt demgegenüber dieses Verhalten fast immer zum Nestbau und zur Kopulation.
Die Konvergenzforschung konzentriert sich deshalb neuerdings wieder mehr auf die Primaten, und man hat sich inzwischen doch auf eine Unterscheidung zwischen rezenten Affen und Menschen geeinigt. Man differenziert heute sogar schon zwischen Breitnasen- oder Alpenmenschen und Schmalnasen- oder Havellandmenschen.

Da berlinensis jüngeren Datums ist, verfügt er schon über zwei als typisch menschlich angesehene Merkmale: die hohe Intelligenz und der aufrechte Gang, durch völlige Aufrichtung des Körpers, verbunden mit schreitender Fortbewegung.
Dafür tendieren bei bayrensis beide Zehenstrahlen schon zur Opponierbarkeit. Beide Primatenformen leben in Sozialverbänden, deren Mitglieder sich gegenseitig kennen.
Dieses gegenseitige Kennen ist wichtig, weil dadurch Keilereien innerhalb der Population, etwa um bessere Sitzplätze im Kino oder ein begattungsfähiges Weibchen möglichst gering gehalten werden.
Demutsgebärden (Knicks, Verbeugung, Entschuldigung etc.) dienen hierbei als aggressionshemmende Mechanismen, während Drohgebärden (Kavaliersstarts an Ampeln, Wettsaufen etc.) die Stellung des Individuums in der Gruppe manifestieren.

Vergleichbare rudimentäre Verhaltensreste rezenter Arten können nun Hinweise auf evolutionäre Zusammenhänge zwischen Primaten- und Menschentwicklung geben:
Für viele Spezies ist es von großer Wichtigkeit, einen Besitzanspruch auf ein bestimmtes Gebiet, also Wohnung, Käfig, Arbeitsplatz, Sitzplatz im Lehrerzimmer etc. effektiv mitzuteilen. Dazu bedarf es eindeutiger kommunikativer Signale, die von den Mitkonkurrenten unmissverständlich kapiert werden können. Daraus haben sich nun mannigfaltige Formen des Territorialmarkierens als entwicklungsgeschichtliche Anpassungsleistung ergeben, wie beispielsweise das Absetzen von Urinmarken im Gelände beim Mausmaki und analog dazu beim männlichen Homo sapiens und seinen Nachtschwärmervarianten. Das Verlegen von Tellerminen in umkämpften Territorien des Homo sapiens findet andererseits ihre Analogie bei allen rezenten Rinderrassen auf eingezäunten Weiden.
Neben diesen chemischen Verständigungen gibt es noch die akustischen (Brüllaffe - Marktschreier - Vorgesetzter - Schulleiter ) und die optischen Territorialmarkierungen (Wachesitzen auf erhöhten Stellen des Geländes beim Nasenaffen mit den Analogien Bademeister, Leuchtturmwärter, stehender Lehrer etc.).
Bei Intelligenztests letztendlich, ergab sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle des IQ bei Europiden und eine signifikant positive Korrelation zwischen IQ und Havelnähe.

Die Analyse aller Forschungsergebnisse von Paläontologie und Verhaltensgenetik wie sie hier nun in Ansätzen nur skizziert werden konnte, lässt als Ergebnis nur den Schluss zu, dass es sich bei den neueren Funden in Bayern und Berlin um kleinere Populationen zweier Seitenlinienentwicklungen des Homo sapiens sapiens handeln muss, wobei berlinensis wie gesagt jüngeren Datums ist und bayrensis eine altertümliche, eigentlich nur in dem bayerischen Biotop existenzfähige fossile Form ist, vergleichbar etwa mit dem Quastenflosser des Silur.

Ob die in dieser Untersuchung im Einzelfall gefundenen Erklärungen tatsächlich richtig sind, bleibt trotz aller Belege ungewiss. Die Bedingungen, die in der Erdgeschichte beim Ablauf bestimmter phylogenetischer Prozesse vorhanden waren, sind rückwirkend nicht mehr so exakt rekonstruierbar, dass man nun die einzelnen Bedeutungen der verschiedenen Evolutionsfaktoren genau bestimmen kann.
Viele meiner diesbezüglichen Aussagen müssen deshalb hypothetisch bleiben. -

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