Südamerika:
Rio Demini

+ Rio Negro

Wasserwerte,
unter denen
diese Fische
bei mir
gehalten werden:
pH 7
LW 260 µS
26C - 30C

Ein kleines Exemplar des L 114 habe ich vor acht Wochen gekauft und seitdem nichts mehr von ihm gesehen. Ich berichte weiter....

Nach ca. einem Vierteljahr war er mal kurzzeitig zu sehen und verschwand dann wieder.

Gestern, am 19.04.1999, also ein Vierteljahr nach dem Kauf, habe ich ihn längere Zeit während der abendlichen Fütterung betrachten können, er scheint gewachsen zu sein, obwohl ich eigentlich nicht so genau weiß, wovon er sich die ganze Zeit ernährt hat - er ist der einzige Nicht-Pflanzenfresser im Becken wurde mir gesagt.....

9.5.1999 Der L 114 sitzt auf einem Chinakohl und raspelt daran herum! Also ist er wohl eher Allesfresser.

13.3.2000
Nichts Neues zu berichten, außer dass er immer weiter wächst...

Juli 2000
Er hat seine Größe inzwischen verdoppelt - wenn ich jetzt noch ein, zwei von ihnen besorgen wollte müßte ich schon tief in die Tasche greifen!

3.2.2001
Ich finde, daß dieser Wels inzwischen der schönste meiner Welse ist! Heute habe ich mir noch einen ganz kleinen dazugekauft. Nach ernstzunehmenden Literaturangaben wird er bis zu 30 cm und ist ähnlich den Ancistren zu züchten.

16.2.
Und noch zwei Winzlinge gekauft!

17.4.
Die Winzlinge sitzen am helllichten Tage im Römersalat und fressen vor sich hin!

26.4.
Selbst der Alte konnte heute nicht widerstehen und näherte sich als letzter im großen Amazonasbecken einem rundherum belegten Eisbergsalat und fing an zu raspeln.

14.10.
Ein gerade mal knapp 3 cm langer Winzling drängt einen doppelt so großen Panaqolus maccus vom Futter weg, indem er sich ständig an dessen Körper festsaugt.

9.2.2004
Heute bin ich zu einem Spottpreis an drei große L114 gekommen - ich habe inzwischen also fünf große Pseudacanthicus sp. L114, die zusammen im 870ltr.-Becken in diversen Höhlen leben und drei noch ganz kleine ihrer Art, die in einem kleineren Becken langsam größer werden wollen.
Mal sehen, ob sich nicht langsam mal etwas in Richtung Nachzucht tut.:)

22.2.2004
Zumindest habe ich das Gerücht, dass diese Pseudacanthicus sehr territorial und demzufolge äußerst streitsüchtig untereinander seien bisher nicht bestätigt gefunden - sie leben, vielleicht wegen des Vorhandenseins zahlreicher großer Bambushöhlen, ziemlich friedlich zusammen und verteidigen allenfalls ihre Futterplätze gegenüber potenziellen Fressfeinden, wie z.B. großen Panaque nigrolineatus oder Panaque cochliodon, mit denen sie sich schon mal ihre Plätze im Becken erdrängeln.

3.3.2005
Die drei Winzlinge sind inzwischen auch wohlgenährt auf ca. 10 cm gewachsen. Ich habe sie umgesetzt in ein größeres Becken mit den L 238 bei 30C und starker Strömung.

6.10.2006
Von den vielerorts zu lesenden Territorialstreitereien bei ausgewachsenen L 144 ist nach wie vor nichts zu sehen.

Allerdings hat eine/r (?) eine Verletzung an der Kopfhaut dicht hinter dem rechten Auge. Männchen dieser Art sollen sich ja an den Weibchen verbeißen, wenn sie sie zur Eiablage bewegen wollen - vielleicht ist das hier so gewesen.
Die Hoffnung, dass sich diese Wunde von selbst wieder schließen würde, hat sich leider nicht bewahrheitet. Sie hat sich vergrößert und schimmelt von außen. Außerdem hat sich noch zusätzlich ein schwarzer Fleck gebildet. Ich entschließe mich, den Wels herauszufangen und ihn einem Fischtierarzt - zum Glück haben wir einen hier in Berlin - zur Diagnose und Behandlung zu zeigen. Bei Herausfangen zeigt sich leider, das diese verletzte Stelle rund um die rechte Seite, runter bis zu den Bauchplatten verläuft.

Der Tierarzt macht ein paar Abstriche, legt Bakterienkulturen an und ich setze den Wels in ein Quarantänebecken ohne Mitbewohner zur Beobachtung und baldigen Behandlung (ja nachdem, was die Untersuchung der Kulturen ergeben wird).

Es ist also eine bakterielle Infektion als Folge eines Bisses. Behandelt wird jetzt mit Baytril alle zwei Tage lang.


14.10.06
Die Behandlung ist beendet. Sehen kann man zumindest schon, dass die Augentrübung verschwunden ist und die Hornhaut wieder klar ist. Der Wels ist mobil und reagiert normal.

Nach drei Wochen frisst er wieder gut. Die ehemals entzündeten Stellen sind inzwischen schneeweiß geworden, wie der Tierarzt das auch erwartet hatte.

Inzwischen habe ich leider den zweiten L 114 gefunden, der Anzeichen dieser Erkrankung zeigt. Nicht offen zwar, aber er hat Rötungen unter der Haut an den gleichen Stellen, an denen es der andere Kaktuswels hatte. Beide sitzen jetzt isoliert von den anderen im Quarantänebecken.

Wenn es so sein sollte, dass die Männchen sich in die Weibchen verbeißen und dadurch Spuren an der Oberhaut der Weibchen hinterlassen, dann habe ich drei Weibchen und zwei Männchen.

Heute habe ich einen kurzen Kampf zwischen einem großen Panaque und einem noch etwas größeren Pseudacanthicus sp. L 114 beobachtet: Der Panaque versucht dabei immer seine beeindruckenden Interopercularodontoden einzusetzen und mit ihnen den Gegner zu stechen. Der L 114 hingegen beißt mit seinem Gebiss richtig zu und hat dadurch letztendlich den Kampf gewonnen - der Panaque zog sich zurück.

Meine großen L 114 sind nun schon lange geschlechtsreif (25 und 30 cm lang). Da ja einige von ihnen typische Bissstellen auf dem Rücken haben, habe ich erstmal ein Weibchen in ein Extrabecken gesetzt, um sie dort zu "mästen".

20.04.07
Sie sitzt jetzt seit ein/zwei Wochen separat und wird verschärft gefüttert - welches Männchen ich nehme muss ich noch sehen, vor allem auch rausfinden, ob das ein Männchen ist.

Brauchen solche Welse Höhlen, in die beide gleichzeitig reinpassen oder funktioniert bei denen das Ablaichen und Befruchten nacheinander? Helfen Strömungspumpen, wenn ja, sollen die in die Höhlen blasen? Dann noch: Setzen Weibchen grundsätzlich bei Geschlechtsreife und nahrhaftem Futter Laich an, oder muss da zwingend ein Männchen mit im Revier sein? Ich bewege mich also z.Zt. auf unbekanntem Gebiet......

22.04.07
Ich habe heute den größten L 114, der aus verschiedenen Gründen für mich ein Männchen zu sein scheint (bullige, gedrungenere Körperform, großes Rückensegel) zum Weibchen gesetzt.
Wie das so ist - da stellt man alle möglichen Unterschlüpfe zur Verfügung und was machen die Welse? Sie graben sich selber eine Höhle unter großen Steinen an irgend einer ganz anderen Stelle!