16.6.2000 Zwei Deltaflügel-Zwergwelse:

Diese winzigen Welse! Ich habe erst gedacht, sie sind Jungfische, aber nein - 4 cm werden sie bloß "lang"....
In einem Labyrinther-Becken mit Kampffischen und Zwergfadenfischen ist der Sandboden praktisch ungenutzt, und da ich nun nicht biotopfremde Fische dort einsetzen wollte mußte etwas aus dem Labyrinther-Lebensraum her.

Bei diesen Welsen trifft die Bezeichnung "niedlich" wirklich zu! Wenn sie an der Scheibe hochschwimmen sehen sie aus wie Mini-Bratpfannenwelse mit Kurzschwanz, oder so.


Zwei Exemplare habe ich leider nur bekommen (erstmal!) und die sind gerade mal 2 cm lang. Man muß schon genau hinsehen, am besten mit Lupe, um Einzelheiten zu erkennen.
Na jedenfalls haben sich beide SOFORT über den Mulm oberhalb des Sandbodens hergemacht!

Ich habe beide Welse nicht mehr gesehen, ich weiß nicht, ob sie noch leben, ob sie fressen oder sonst was tun!

1.7.
Endlich habe ich einen gesehen! Er kam unter der Wurzel hervor als ich gerade mit TK-Roten Mückenlarven fütterte. Als er mich aber entdeckt hatte ist er in Windeseile wieder verschwunden!
Naja....vielleicht ist das die Anfangsschüchternheit.......

19.7.
Die Welse scheinen wirklich nachtaktiv zu sein - ich habe bisher keinen wieder gesehen!

23.7.
Beim Wasserwechsel mit kaltem Wasser wurden die zwei unter ihrer Wurzel hervorgeschwemmt - gutgenährt mit kugelrundem Bauch! Ich kann noch nicht sagen, ob das ihr normaler, körperlicher Zustand ist, aber so konnten sie mit keiner Flosse den Boden berühren. Skizze dazu

23.11.2000
Heute ist meine Bestellung angekommen: Noch fünf von den Winzlingen!
Nach dem Umsetzen haben sie gleich das Becken inspiziert und sich eigentlich überhaupt nicht ängstlich oder tarnungsbedürftig gezeigt, aber sie sind noch kleiner als meine ersten zwei - ob die vielleicht inzwischen schon gewachsen sind, ohne dass ich das gemerkt habe?
Die neuen kauen schon gewissenhaft den Mulm über dem Sandboden durch.......

24.11.
Die kleinen sind wohl zutraulicher! Heute konnte ich einen beim Fressen beobachten. Er fraß vier rote Mückenlarven (aufgetaute) hintereinander - von den Größenverhältnissen her wäre das so, als ob ich vier Baguettes essen würde....

25.11.
Nach wie vor schwimmen hier und da kleine Haras durch das Becken - endlich kann ich mal ihr Verhalten beobachten! Wenn sie auch nur das kleinste Würmchen entdecken gibt es sofort eine "Laokoon-Gruppe", d.h. der Wurm wird heruntergewürgt. Heute gab's mal Enchyträen...

26.11.
Die Haras schwimmen oft dicht über dem Sand leicht nach vorn geneigt durch das Wasser und tasten dabei mit ihren Barteln den Boden ab (in etwa wie ich das schon öfter von den Corydoras gesehen hatte). Manchmal wird dann tiefer gewühlt. Einer von ihnen kam bei dieser Tastschwimmerei plötzlich an einen Hügel frisch in's Becken geworfener Tubifex - und er hechtete sich sofort hinein und zurrte sich ein paar Würmer heraus.

28.11.
Die Haras sind sehr kregel - eigentlich ist immer einer zu sehen.

18.2.2001
Beim Füttern mit Enchyträen haben sie sich wieder mal alle gezeigt. Sie kriegen das Füttern von Enchyträen ziemlich schnell mit und kommen dann sofort aus allen Ecken heraus.

18.5.05
Beim Füttern in einem ganz anderen Becken - einem zugewachsenen Becken, in dem aufgrund der dort zahlreich vorhandenen Planktonlebewesen immer die erfolgreiche Aufzucht diverser Fische gelingt, bei denen das sonst nicht so einfach ist, entdecke ich heute einen winzigen Wels, der sich von den dort sonst üblichen Larven (Sturisoma, Farlowella) deutlich unterscheidet: Er ist ca. 1 cm lang und schwarz/grau marmoriert - ein kleiner Hara sp.
Ich hatte vor ein paar Monaten einen kleinen Trupp Hara einer mir bis dato noch nicht bekannten Art gekauft und auf zwei verschiedene Becken zur Beobachtung verteilt. Leider weiß ich den Namen dieser Art nicht mehr, ich werde mich aber bei dem Händler noch mal erkundigen, er müsste das ja noch in seinen Büchern haben.
Ich weiß nicht, ob die Haras bisher schon mal nachgezogen worden sind.
Nach einer Fütterung mit Enchyträen stürzt sich der Winzling mit Feuereifer auf die Würmer und frisst sich gleich den Bauch prall voll.

Klaus Dreymann

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