Vorkommen: Asia: Chao Phraya und Mekong Becken. Southeast Thailand Flußsystem
Geschlechtsunterschiede: unbekannt
Temperaturen: 20-26°C
Größe: bis 15cm
Beckengröße: 200l
PH: 5,8-7,5
Ernährung: Flockenfutter, Sticks, Lebendfutter aller Art
Zucht: noch nicht gelungen
Zur Nomenklatur:
Leiocassis hieß dieser Fisch viele Jahre, damals waren es aber keine Siamensis sondern eine andere Art...
Mittlerweile heißen sie Pseudomystus...

Leiocassis siamensis, dieser Fisch gibt mir immer noch Rätsel auf, denn nirgendwo steht wirklich eine Antwort auf all die unbeantworteten Fragen... Doch nach 6 Jahren Hälterung von ein oder mehreren Tieren dieser Art, habe ich auch herausgefunden, dass all dies gar nicht so wichtig ist...
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich mal wieder durch den Aquariumladen unserer Kleinstadt strich und dort jene kleinen Welse sah.. höchstens 5cm... 12DM das Tier.. und obwohl die Tiere im Verkaufsbecken friedlich zusammen ihre Runden drehten, kaufte ich nur ein einzelnes Exemplar... Dieser kam sofort in mein 80cm Aquarium und bewohnte dort einen alten Blumentopf, welchen er auch tagsüber, ausser zur Fütterungszeit, nie verließ... Später sah ich dann beim gleichen Händler zufällig ein weiteres Exemplar dieser Art, aus der gleichen Bestellung, aber wesentlich größer als mein Tier (ich füttere zu wenig :(
Ich nahm es für 14DM natürlich gleich mit und gesellte es zu meinem ersten Leiocassis... Diesem gefiel dieser Neuankömmling gar nicht, hatte er sich doch so schön an sein Singledasein gewöhnt... der große Krach blieb aber aus und beide Tiere bewohnten nun unterschiedliche Ecken meines Beckens... Mit der Zeit änderten sich die Vorstellungen meiner Aquarien, sie wurden größer und "neue" Fische wurden ausprobiert, so mußten meine Leiocassis meinen Malawieseebb. weichen, zum Glück gab ich sie nicht zu weit aus den Händen, so dass ich nach etwa einem halben Jahr (nur Pech mit den Malawies), wieder zu meinen Ursprüngen zurückgekommen bin...
Mit der Zeit fand ich auch immer mehr abgegebene Leiocassis, insgesamt habe ich mit dem "verschollenen" 5 Leiocassis, von 7,5-15cm... Alle Verkäufer kamen mit den gleichen Angaben, die Tiere wurden abgegeben, weil es ja solch verfressene Räuber sein, die alle anderen Fische aufgefressen hätten.. Nach 6 Jahren, habe ich keinen Fisch an einen meiner Leiocassis verloren und auch die gefütterten Stinte werden nur selten von einem Leiocassis erbeutet... Doch in meinen Aquarien befinden sich auch keine Fische, die von der Größe unbedingt in das kleine Maul dieser Fische passen, in welches höchstens am Boden schlafende Neons passen würden...

Nein, Leiocassis sind keine aktiven Räuber, sie fressen was ihnen ins Maul passt, aber sie jagen keine anderen Fische... Die innerartliche Aggression gibt sich auch, wenn man mehr als 2 Tiere dieser Art pflegt... und das Becken ausreichend Versteckmöglichkeiten bietet... Fazit: Ich kann jedem Aquarianer, welcher nicht die mittel oder Platz für ein 2m Aquarium hat, aber trotzdem von "Raubwelsen" träumt nur zu Leiocassis siamensis raten, seine Größe macht ihn "passend" für jedes Becken ab 1m und sein Hunger lässt sich mit Regenwürmern, Stinten und Trocken/Flockenfutter zu genüge stillen...

Dominik Niemeier

Bemerkungen dazu von Thomas Ostermann:

In Ihrem Artikel schreiben Sie , das die Welsart "Leiocassis siamensis/ Pseudomystus sp. " keine anderen Fische frißt. Da muss ich ihnen widersprechen. Ich habe zwei Rabaucken von der Sorte in einem Gesellschaftsbecken mit ca.150 l. Diese sind ca. 19 cm groß. Mitlerweile haben sie 7 Schwertträger , 9 Platy's und unzählige Guppy's verdrückt.
Aber nur , wenn das Licht im Becken aus ist, hört man es platschen. Und am nächsten Morgen fehlen wieder ein paar Beckenbewohner. Und die sind größer als das Maul von Leiocassis siamensis/ Pseudomystus sp.
Keine Ahnung , wie die das anstellen .
Mit freundlichem Gruß
Thomas Ostermann
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